Jeder, der schon mal mit Kindern Skiurlaub gemacht hat, kennt das Problem: Nicht das Skifahren ist anstrengend, sondern alles drumherum. Skischuhe im Auto anziehen, Skibus verpassen, Kind in der Schlange am Lift verlieren, nach dem Kurs quer durchs Skigebiet zum Treffpunkt hetzen. Auf der Hochrindl fällt genau dieser Teil weg.
Warum die Hochrindl für Familien mit Kindern so gut funktioniert

Das Skigebiet ist bewusst kompakt: 20 Pistenkilometer, fünf Schlepplifte, ein Verbindungslift und ein 4er-Sessellift – ausgezeichnet mit dem Kärntner Qualitätssiegel. Das klingt im Vergleich zu den großen Skischaukeln klein, ist für Familien aber genau richtig. Die Wege sind kurz, die Kinder können sich kaum verfahren, und du verbringst die Zeit auf der Piste statt im Auto.
Die Berglodge liegt auf 1.630 Metern direkt am Skigebiet. Der Zirbenlift ist in wenigen Schritten erreichbar, die Skischule Hochrindl liegt nur 50 Meter entfernt. Du bringst dein Kind morgens zu Fuß zum Kurs, gehst selbst auf die Piste oder zurück auf einen Kaffee – und holst es mittags wieder ab, ohne ein einziges Mal ins Auto zu steigen.
Die Skischule Hochrindl – 50 Meter von der Berglodge
Die Skischule Hochrindl (Skischule Zarre) liegt direkt in der Nachbarschaft der Berglodge. Sie ist täglich von 7:30 bis 17:00 Uhr geöffnet und bietet neben Ski- und Snowboardkursen auch einen Skiverleih und einen kleinen MiniMarkt.
Das Herzstück für Anfänger ist das Kinderland direkt neben der Skischule. Hier machen die Kleinsten ihre ersten Rutscher auf dem Zauberteppich – einem Förderband, auf dem Kinder ohne Schlepplift-Stress bergauf kommen. Fortgeschrittene Gruppen treffen sich am Sammelplatz bei der Talstation des Zirbenlifts, nur wenige Schritte von der Skischule entfernt – dafür brauchen die Kinder eine gültige Liftkarte.
Welcher Skikurs passt zu welchem Alter?
Für Kinder bis 4 Jahre gibt es den Bambini-Kurs. Eine Einheit dauert eineinhalb Stunden; es gibt zwei Zeitfenster von 10:00 bis 11:30 Uhr und von 11:30 bis 13:00 Uhr. Mit maximal drei Kindern pro Einheit und tageweiser Buchung ist er ideal, um entspannt auszuprobieren, ob dein Kind schon Spaß am Skifahren hat.
Ab 4 Jahren geht es in den regulären Kinderskikurs, täglich von 9:45 bis 12:45 Uhr inklusive einer halben Stunde Pause. Grün ist für Kinder, die zum ersten Mal auf Skiern stehen und noch nie Lift gefahren sind; Blau für Kinder mit Erfahrung auf blauen bis roten Pisten, die Lift fahren, Kurven fahren und sicher bremsen können; Rot für Kinder, die parallel fahren, Stöcke einsetzen und auch auf roten bis schwarzen Pisten unterwegs sind. Die genaue Einteilung erfolgt direkt im Kurs. Der Abschlussbewerb am Freitag endet mit Urkunde und Medaille; Schnuppertage und Verlängerungen sind möglich.
Die besten Pisten für Kinder auf der Hochrindl

Für Kinder und Anfänger sind die Zirbenlifte der ideale Start. Die blauen Pisten beginnen direkt am großen Parkplatz, die Skischule liegt nebenan und die Waldabfahrt ist bei den Kleinen besonders beliebt. Zur Stärkung liegt die Herzlhütte direkt an der Piste.
Der Sonnenlift, ein 4er-Sessellift, ist die nächste Stufe. Seine drei Pisten bekommen bis in den späten Nachmittag Sonne und sind perfekt für Kinder, Anfänger und alle, die gemütlich schwingen wollen. Vom Sonnenlift erreichst du auch den Gasthof Alpl / Meili-Alm. Über die Waldabfahrt vom Zirbenlift kommst du zum Kegellift mit roter Piste – eher etwas für Kinder, die schon sicher unterwegs sind. Oben wartet eine hölzerne Aussichtsplattform mit Blick über Kärnten.
Weniger geeignet für Kinder sind der Kruckenlift und das letzte Stück der rechten Piste am Stoichartlift. Die Krucken ist eine FIS-Strecke, auf der regelmäßig Europacup-Rennen stattfinden; das Ende der rechten Stoichart-Piste ist relativ steil. Für ambitionierte Eltern sind beide ideal, während die Kinder im Kurs sind. Auf der linken Stoichart-Piste gibt es eine Zeitmessung.
Was kostet ein Skitag mit Kindern auf der Hochrindl?

Die Hochrindl ist im Vergleich zu großen Skigebieten spürbar günstiger – gerade für Familien. Die Preise stammen aus der offiziellen Saison 2025/26; die Tarife für 2026/27 veröffentlichen die Hochrindl-Lifte auf hochrindl.at und im Onlineshop. 2025/26 kostete die Tageskarte für Kinder der Jahrgänge 2011 bis 2019 € 29, für Erwachsene € 52; die 6-Tageskarte lag bei € 132 für Kinder und € 251 für Erwachsene. Jüngere Kinder fuhren gratis. Ab dem vierten Kind im gemeinsamen Haushalt ist die Karte für das jeweils jüngste Kind frei. Alle Skipässe werden auf Key-Cards ausgegeben; pro Karte fallen € 5 Pfand an.
Auch beim Skiverleih der Skischule sind Familien gut aufgehoben. Ein Kinder-Set bis 7 Jahre kostet laut aktueller Verleih-Preisliste € 21 für einen Tag oder € 65 für fünf Tage. Kinderhelme sind beim Ausleihen eines Ski-Sets gratis dabei. Wenn beide Elternteile für denselben Zeitraum ein Ski- oder Snowboard-Set mieten, gibt es 50 % Rabatt auf das Kinder-Set bis 7 Jahre – bitte die Ausweise mitnehmen. Der Verleih hat täglich von 8:45 bis 16:30 Uhr geöffnet. Alle Parkplätze im Skigebiet sind gratis – und als Gast der Berglodge parkst du ohnehin privat direkt am Haus.
Nachmittags-Programm: Rodeln, Rutschen und Zeitnehmung

Für viele Kinder ist nicht das Skifahren das Highlight des Tages, sondern das Rodeln. Direkt beim Zirbenlift liegt ein Rutschhügel, auf dem sich auch die Kleinsten austoben können. Ab der Hiasl Zirbenhütte führt eine Naturrodelbahn, die je nach Schneelage auf 0,5 bis 2 Kilometern präpariert ist.
Das absolute Familien-Highlight: Ab 16 Uhr ist die 0,5 Kilometer lange Rodelbahn bei der Hiasl Zirbenhütte beleuchtet – mit gratis Zeitnehmung. Kinder lieben es, gegen Mama und Papa um die Bestzeit zu fahren. Dazu gibt es einen beleuchteten Ski- und Rodelweg von der Hiasl Zirbenhütte bis zur Herzlhütte.
So sieht ein perfekter Familien-Skitag ab der Berglodge aus
Um 8:45 Uhr öffnet der Skiverleih – wer am Anreisetag schon alles ausgeliehen hat, startet entspannt. Kurz vor 9:45 Uhr bringst du dein Kind zu Fuß die 50 Meter zum Kinderland. Während der Kurs läuft, gehst du selbst auf die Piste: vielleicht zur Zeitmessung am Stoichartlift oder für ein paar Schwünge an den Sonnenlift. Um 12:45 Uhr holst du dein Kind ab und ihr esst in der Lodge oder in einer der Hütten zu Mittag.
Nach einer Pause geht es gemeinsam auf die blauen Pisten am Zirbenlift oder an den Sonnenlift. Ab 16 Uhr wartet die beleuchtete Rodelbahn mit Zeitnehmung. Und am Abend, wenn die Kinder im Bett sind, gönnen sich die Eltern die private Fasssauna mit Panoramablick auf die Nockberge.
Praktische Tipps für den Skiurlaub mit Kindern

Pack für jedes Kind zwei Paar Handschuhe ein – ein nasses Paar ist nach dem Rodeln garantiert. In Kärnten gilt beim Skifahren Helmpflicht für Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr; eine Skibrille ist dringend empfohlen. Kinderhelme gibt es beim Ausleihen eines Ski-Sets gratis dazu. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist auf über 1.600 Metern unverzichtbar, weil die Wintersonne im Schnee stark reflektiert.
Für die Anreise im Winter solltest du Winterreifen und Schneeketten im Auto haben. Aktuelle Pisten- und Schneeverhältnisse siehst du vorab über die Live-Webcams auf hochrindl.at. Und falls der Familienhund mitkommt: In der Berglodge sind Hunde ohne Aufpreis willkommen; auf den Langlaufloipen sind sie allerdings nicht erlaubt.

