Nicht jeder in der Familie oder im Freundeskreis will jeden Tag auf die Piste. Manche fahren gar nicht Ski, andere brauchen nach drei Skitagen eine Pause, und wieder andere suchen im Winter vor allem eines: Ruhe, Schnee und frische Bergluft. Genau dafür ist die Hochrindl gemacht. Die Berglodge liegt auf 1.630 Metern in den Gurktaler Alpen, mitten in einer Winterlandschaft aus verschneiten Zirbenwäldern und weiten Almflächen. Rund um die Lodge findest du Rodelbahnen, gespurte Loipen, gekennzeichnete Winterwanderwege, eine Eisstockbahn und urige Hütten – alles in Geh- oder Kurzstrecken-Distanz. Wer skifahren will, kann das direkt vor der Tür tun. Wer nicht, verpasst hier trotzdem nichts.
1. Rodeln – Naturrodelbahn, Flutlicht und Zeitnehmung
Rodeln ist auf der Hochrindl das Wintererlebnis Nummer eins für alle, die nicht Ski fahren. Ab der Hiasl Zirbenhütte führt eine Naturrodelbahn, die je nach Schneelage auf 0,5 bis 2 Kilometern präpariert wird. Dazu kommen ein beleuchteter Ski- und Rodelweg von der Hiasl Zirbenhütte bis zur Herzlhütte und ein Rutschhügel beim Zirbenlift für die ganz Kleinen.
Das Highlight ist die 0,5 Kilometer lange beleuchtete Rodelbahn bei der Hiasl Zirbenhütte. Ab 16 Uhr gehen die Lichter an, und mit der gratis Zeitnehmung wird aus der Abfahrt ein kleiner Wettkampf. Wer ist schneller – die Kinder oder die Eltern?
2. Langlaufen – Loipen mit Panoramablick über Kärnten

Die Hochrindl ist eines der beliebten Langlaufgebiete Kärntens. Die Panoramaloipe verläuft zwischen 1.550 und 1.750 Metern Seehöhe – deutlich höher als die Loipen im Tal und mit weitem Blick über die verschneite Almlandschaft. Die Anderleloipe I ist mit 3,5 Kilometern und leichtem Schwierigkeitsgrad der ideale Einstieg. Die Anderleloipe II ist 3 Kilometer lang und mittelschwer, die Riaplloipe 5 Kilometer und ebenfalls mittelschwer. Beide Anderleloipen und die Riaplloipe sind für klassischen Stil und Skating gespurt, die Panoramaloipe klassisch. Für erste Versuche gibt es zudem eine 1 Kilometer lange Übungsloipe neben dem Zirbenhang.
Die Loipengebühr ist bewusst niedrig: Das Tagesticket kostet € 6, das Saisonticket € 60. Bis zum 14. Lebensjahr ist Langlaufen gratis. Das Tagesticket zahlst du bar am Münzautomaten oder per App unter langlaufen.hochrindl.at; Wochen- und Saisontickets gibt es auch an der Liftkasse, bei der Skischule und im Restaurant Il Gusto Chalet. Wichtig: Auf den Loipen gilt ein Hundeverbot, und Fußgänger sowie Schneeschuhwanderer dürfen die Spuren nicht benutzen.
3. Winterwandern – zum Weißen Kreuz durch die verschneiten Nockberge

Wer den Winter lieber zu Fuß erlebt, findet auf der Hochrindl gut gekennzeichnete Winterwanderwege durch die verschneite Landschaft der Nockberge – etwa Richtung Weißes Kreuz oder rund um den Kegel. Kurz und gemütlich ist der Spazierweg zum Anderle-Kreuz mit rund 3 Kilometern. Auf dem Hüttenwanderweg kehrst du bei der Herzlhütte, der Hiasl Zirbenhütte und der Wugganighütte ein. Wer mehr will, nimmt den 13 Kilometer langen Natur-Panoramawanderweg – er ist allerdings nicht präpariert, gute Schuhe sind hier Pflicht. Die Almhütten und Gasthöfe verwöhnen hungrige Wanderer mit Kärntner Schmankerln.
Die Pflege der Winterwanderwege ist aufwendig. Am Automaten kannst du eine freiwillige Spende leisten – damit unterstützt du die Instandhaltung.
4. Schneeschuhwandern – geführt durch die stille Winterlandschaft
Eine unberührte Landschaft, tiefblauer Winterhimmel und weite Fernblicke über die Kärntner Nockberge: Schneeschuhwandern ist die ruhigste Art, den Winter auf der Hochrindl zu erleben. Mit Voranmeldung kannst du eine geführte Tour mit professionellem Guide machen; Schneeschuhe und Stöcke bekommst du bei der Skischule Hochrindl. Wer lieber auf eigene Faust losgeht, kann dort Schneeschuhe laut aktueller Preisliste um € 15 pro Tag ausleihen.
Ein wichtiger Hinweis: Wildtiere stehen im Winter unter großem Stress, für sie ist der Winter ein Kampf ums Überleben. Bleib deshalb bitte immer auf den markierten Wegen und Routen und gehe nicht querfeldein.
5. Eisstockschießen – wer ist der Moar?
Eisstockschießen ist in Kärnten mehr als ein Sport – es ist ein geselliges Ritual. Die Eisstockbahn beim Restaurant Il Gusto Chalet lädt zu zünftigen Partien ein. Begriffe wie Moar, Daubn, kälter und wärmer hallen über die Bahn, und zwischendurch gibt es heiße Getränke – mit oder ohne Charakter. Der Moar ist dabei der Mannschaftsführer; der Begriff geht auf das lateinische maior zurück.
Wenn ihr zu sechst in der Berglodge seid, ist ein Eisstock-Nachmittag das ideale Programm für einen Tag, an dem nicht alle auf die Piste wollen.
6. Hüttenabend – Einkehr mit beleuchtetem Heimweg
Ein Wintertag auf der Hochrindl endet am besten in einer Hütte. Die Hiasl Zirbenhütte ist der Treffpunkt für Rodler und Skifahrer, die Herzlhütte liegt direkt am Zirbenlift auf halber Höhe des Zirbenhangs, und im Restaurant Il Gusto Chalet am großen Parkplatz gibt es neben der Eisstockbahn auch warme Küche.
Von der Hiasl Zirbenhütte führt ein beleuchteter Ski- und Rodelweg bis zur Herzlhütte, und von dort ist die Abfahrt bis zum Hochrindl-Parkplatz möglich.
7. Therme Bad Kleinkirchheim – der Joker für Schlechtwettertage
Wenn der Wind über die Alm pfeift oder du einfach einen Tag Wärme brauchst, fährst du rund 20 Kilometer nach Bad Kleinkirchheim. Dort warten gleich zwei Thermen: das Thermal Römerbad und die Therme St. Kathrein. Beide haben im Winter täglich geöffnet und bieten Thermalwasser, Saunawelten und Ruhebereiche.
Die aktuellen Öffnungszeiten, Revisionszeiten und Preise findest du direkt auf den Websites der Thermen. Auf dem Weg nach Bad Kleinkirchheim kommst du durch die Orte im Tal – ideal, um gleich die Vorräte für die Lodge-Küche aufzufüllen.
8. Fasssauna mit Schnee – das Wintererlebnis direkt an der Berglodge

Das vielleicht schönste Winter-Erlebnis auf der Hochrindl brauchst du gar nicht zu suchen: Es steht im Garten der Berglodge. Die private Fasssauna hat ein Panoramafenster mit Blick auf die Nockberge. Wenn draußen die Sonne hinter den Gurktaler Alpen untergeht und du drinnen in der Wärme sitzt, entsteht einer dieser Momente, an die sich Gäste besonders gern erinnern.
Wer mutig ist, geht zwischen zwei Saunagängen barfuß in den verschneiten 590 m² großen Garten und kühlt sich im Schnee ab. Danach zurück in die Wärme, ein Tee – und der Tag ist perfekt.
Welches Wintererlebnis passt zu wem?
Für Familien mit Kindern sind Rodeln auf der beleuchteten Bahn mit Zeitnehmung und der Rutschhügel beim Zirbenlift die Favoriten. Sportliche Gäste, die eine Pause vom Skifahren wollen, sind auf der Panoramaloipe oder bei einer geführten Schneeschuhtour richtig. Wer Ruhe sucht, geht auf den Winterwanderwegen Richtung Weißes Kreuz.
Für Gruppen ist ein Eisstock-Nachmittag mit anschließendem Hüttenabend ideal. Und bei Schlechtwetter wartet die Therme in Bad Kleinkirchheim – oder einfach die eigene Fasssauna.

